Fast Fashion – Modewahnsinn mit Folgen

Fast Fashion – Modewahnsinn mit Folgen

T-Shirt: 2,50€. Pullover: 7€. Frei nach dem Motto „Super günstig! Das nehme ich direkt mal mit!“ wird oft blind konsumiert, denn in den meisten Fällen folgt die Kaufentscheidung aufgrund des niedrigen Preises und nicht, weil der Konsument tatsächlich alles braucht, was in seiner Einkaufstüte landet. Die neu erstandenen Lieblingsstücke werden dann in der Regel eine Zeit lang ausgeführt, bis sie beim nächsten Shopping-Trip durch eine noch tollere Ausbeute ersetzt werden - und in den Tiefen des Kleiderschrankes in Vergessenheit geraten.

Neben den niedrigen Preisen verleitet aber auch das ständig wechselnde Sortiment zum Kauf.

„Gab es nicht letzte Woche noch dieses schwarze Shirt mit Glitzer drauf?“

„Ja, aber das war letzte Woche. Die neue Kollektion hängt seit heute dort drüben.“

So oder so ähnlich könnten sich Dialoge in Modegeschäften anhören. Die Kurzlebigkeit des Angebots suggeriert dem Kunden, dass er was verpasst hat. Nächstes Mal, da wird er schneller sein. Nicht, weil er dieses oder jenes tatsächlich braucht, sondern einfach, weil er sich nicht noch einmal etwas entgehen lassen möchte. Und genau darauf legen die Hersteller es an. Die Kombination aus erschwinglichen Preisen und der Tatsache, dass sich jede Woche etwas Neues entdecken lässt, treibt die Käufer regelmäßig  in die Läden und kurbelt den Umsatz ordentlich an. Fast Fashion ist so gesehen nicht nur schnelle Mode, sondern vor allem ein äußerst lukratives Geschäftsmodell.

Man könnte jetzt sagen, dass diese Shopping-Mentalität mit dem Gedanken an mehr Nachhaltigkeit zwar absolut nichts zu tun hat, aber ansonsten niemandem schadet – außer dem eigenen Geldbeutel. Doch genau das ist ein Trugschluss. Fast Fashion hinterlässt weitaus mehr Spuren als nur einen überfüllten Kleiderschrank und glühende EC-Karten.

Kleine Preise, große Probleme – für Mensch, Natur und Umwelt

Schnelle Mode erfordert eine schnelle Produktion. Deswegen wird diese überwiegend in Billiglohnländer wie Bangladesch, China oder Indien ausgelagert. Länder, in denen die Angestellten der Textilfabriken nicht nur im Akkord, sondern auch unter den widrigsten Bedingungen arbeiten müssen. Zeit- und Leistungsdruck ist an der Tagesordnung, ebenso wie unbezahlte Überstunden. Während der Herstellung kommen die Männer und Frauen zudem mit zahlreichen Giftstoffen und Chemikalien in Kontakt: Pestizidrückstände, die sich z.B. beim Verarbeiten der Baumwolle* herauslösen, Bleich- und Färbemittel sowie schädliche Weichmacher sind nur einige davon. All diese Stoffe gelten als hochgradig gesundheitsgefährdend. Sie sind u.a. als Auslöser für Allergien, chronische Lungenentzündungen und zahlreiche Krebserkrankungen bekannt.

Doch damit leider nicht genug, denn auch in ökologischer Hinsicht bringt das Fast Fashion – Konzept verheerende Auswirkungen mit sich.  

Giftige Gerbschlämme und Färbereirückstände aus der Textilindustrie gelangen dort ungefiltert in die Flüsse. Die Folge: Millionen Menschen haben kein sauberes Trinkwasser. Viele leiden unter Hautausschlägen, Durchfall, Verlust des Geruchssinns und Krebs“.

In der Doku Vergiftete Flüsse - Die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie vom ZDF werden wir mit Bildern und Hintergrundinformationen konfrontiert, die uns alle aufrütteln und zum Umdenken bewegen sollten – ohne Ausnahme.  

FairWalk – nachhaltiger Style mit gutem Gewissen

FairWalk = Fair Fashion. Ohne Kompromisse. Bei uns im Shop findest Du keine T-Shirts für 2,50€ und auch keine Pullover für 7€. Wenn du bis hierhin gelesen hast, erklärt sich der Grund dafür ganz von allein. Mit unseren Kollektionen setzen wir stattdessen auf Mode, die nicht nur ökologischen und nachhaltigen Standards entspricht, sondern auch ein ganz klares Statement in Sachen Menschenrechte, Natur- und Umweltschutz darstellt.   

Jeder kann etwas dazu beitragen, dass diese Welt ein Stückchen besser wird. Das hier ist eine von zahlreichen Möglichkeiten. Packen wir es an! Bist Du dabei?

 

*Mehr Informationen zum Thema Baumwolle findest du bei uns im Magazin: https://fairwalk.de/blogs/magazin/baumwolle-bio-logisch

Quellenangaben / Weiterführende Links

www.greenpeace.de/files/publications/s01951_greenpeace_report_konsumkollaps_fast_fashion.pdf

Fast Fashion - Die Folgen des Modewahnsinns (Doku, ZDF Mediathek)

https://de.wikipedia.org/wiki/Fast_Fashion

https://utopia.de/ratgeber/schadstoffe-textilien/

Disclaimer: Für die bessere Lesbarkeit wird in diesem Artikel hauptsächlich auf die männliche Form (Kunde, Konsument) zurückgegriffen. Das sagt jedoch nichts über unsere Einstellung zur Gender-Debatte aus. Gleichberechtigung ist uns wichtig – in jeglicher Hinsicht.